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Wichtige Wirtschaftszweige
Die vier wichtigsten Branchen der Industrie sind die chemische Industrie, die Automobilherstellung, der Maschinenbau und die Elektroindustrie. Von großer Bedeutung ist auch der schnell wachsende High-Tech-Sektor, d. h. Computer- und Biotechnologie, Informatik und Medien. Deutschland ist abhängig von Rohstoffimporten, ein Drittel des Energiebedarfes wird durch in Kernkraftwerken erzeugten Strom gedeckt. Der Ausstieg aus der Atomenergienutzung wurde im April 2002 durch ein entsprechendes Gesetz verabschiedet.
Die wichtigsten Bodenschätze sind Stein- und Braunkohle sowie Kali- und Steinsalz. Hauptanbauprodukte sind Getreide, Zuckerrüben, Kartoffeln, Gemüse, Obst, Hopfen und Wein. Hauptexportgüter der deutschen Wirtschaft sind Fahrzeuge, Maschinen, chemische und elektrotechnische Erzeugnisse, Textilwaren und Bekleidung. Trotz des hohen Selbstversorgungsgrades im Agrarsektor müssen aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte auch landwirtschaftliche Erzeugnisse importiert werden.

Wirtschaftslage
Die Bundesrepublik Deutschland ist ein hoch entwickeltes, stark in die Weltwirtschaft integriertes Industrieland und hat das fünftgrößte Wirtschaftsvolumen der Welt. Gleichzeitig weist Deutschland das niedrigste Wirtschaftswachstum in der Eurozone auf. 2006 stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland um 2,5 %. Das ist die stärkste Wachstumsrate seit sechs Jahren. Die Exporte stiegen 2005 deutlich, aber der private Konsum blieb schwach. 2005 hat Deutschland zum vierten Mal in Folge gegen den Euro-Stabilitätspakt verstoßen. Das Staatsdefizit sank 2006 unter drei Prozent des Bruttoinlandproduktes. Damit hielt Deutschland erstmals seit fünf Jahren wieder die
Schuldenkritierien der Europäischen Union ein. Noch 2005 überschritt das Staatsdefizit mit 3,5 % die Grenze des Stabilitätspaktes. Auch die Inflationsrate stieg 2005 mit 2 % auf den höchsten Stand seit vier Jahren.
Die größten Risiken für die deutsche Konjunktur bleiben bis auf weiteres die Rohölpreise und der Wechselkurs.

Wirtschaftspolitik
Deutschland steht vor der schwierigen Aufgabe, die Wirtschaft weiter an die Bedingungen der Globalisierung anzupassen und die hohe Arbeitslosigkeit abzubauen. Außerdem müssen die nach wie vor bestehenden ökonomischen und sozialen Spannungen zwischen Ost und West überwunden werden. Investitionen in den fünf neuen Bundesländern beschränkten sich vorwiegend auf die Bereiche Medien, Werbung und den Dienstleistungssektor. Trotz der inzwischen vollzogenen grundlegenden Modernisierung, nach der die Industriebetriebe in Ostdeutschland nun wettbewerbsfähig sind, wird es jedoch noch einige Zeit dauern, bis die ostdeutsche Wirtschaft einen wirklichen Aufschwung erlebt. Die landwirtschaftlichen Betriebe in den neuen Bundesländern haben ebenfalls mittlerweile die Anpassung an die Marktbedingungen der Europäischen Union weitgehend erreicht, so dass die Produktivität kaum noch hinter der westdeutscher Betriebe zurückbleibt.
Probleme bereiten immer noch die Inflexibilität des Arbeitsmarktes, der riesige öffentliche Sektor sowie mangelnde Investitionen in neue Technologien. Sowohl die Kosten der Wiedervereinigung als auch die Arbeitslosenrate, die schon Mitte 1999 bei knapp über 10 % lag, ließen Schwachstellen in der deutschen Wirtschaft erkennen. 2005 war die hohe Arbeitslosigkeit (11,6 %) weiterhin der wunde Punkt der Wirtschaft. Hinzu kam auch die schwache Inlandsnachfrage von Gütern. Probleme bereiten immer noch die Inflexibilität des Arbeitsmarktes, der riesige öffentliche Sektor sowie mangelnde Investitionen in neue Technologien.

Handelspartner
Die wichtigsten Handelspartner sind die EU-Partnerländer. Deutschland hat 2005 seine Stellung als Exportweltmeister verteidigt und Waren im Wert von rund 786 Milliarden Euro exportiert. Das bedeutete ein Plus von 7,5 Prozent im Vergleich zum Jahr 2004. Importiert wurden laut den Statistikern Waren im Wert von knapp 626 Milliarden Euro. Das Jahr 2005 schloss so mit einem Leistungsbilanzüberschuss von 160,5 Milliarden Euro ab.

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen
Vereinte Nationen (1973), NATO (1955), Europarat (1950), OECD (1961), EG (1957), OSZE (1975) sowie in allen wichtigen Sonderorganisationen der Vereinten Nationen
Umgangsformen Geschäftliche Termine sollten lange im Voraus vereinbart und strikt eingehalten werden. In vielen Unternehmen ist freitags früher Büroschluss. Auf Pünktlichkeit wird großen Wert gelegt. Kontaktadressen Deutscher Industrie- und Handelskammertag (Dachverband der insgesamt 82 Industrie- und Handelskammern)
Breite Straße 29, D-10178 Berlin
Tel: (030) 20 30 80. Fax: (030) 203 08 10 00.
E-Mail: service@berlin.dihk.de
Internet: www.ihk.de

Österreichische Handelsdelegation
Stauffenbergstr. 1, D-10785 Berlin
Tel: (030) 257 57 50. Fax: (030) 25 75 75 75.
E-Mail: berlin@austriantrade.org
Internet: www.austriantrade.org/deutschland/de
Zweigstellen
in Frankfurt/M. und München. Büro in Dresden.

Deutsche Handelskammer in Österreich,
Wiedner Hauptstraße 142, A-1050 Wien
Tel: (01) 545 14 17. Fax: (01) 545 22 59.
Internet: www.dhk.at

Handelskammer Deutschland-Schweiz (Hauptsitz Zürich)
Tödistraße 60, CH-8002 Zürich
Tel: (44) 283 61 61. Fax: (44) 283 61 00.
E-Mail: auskunft@handelskammer-d-ch.ch
Internet: www.handelskammer-d-ch.ch

Vereinigung Schweizerischer Unternehmen in Deutschland (VSUD)
Gellertstrasse 18, CH-4052 Basel
Tel: (061) 375 95 00. Fax: (061) 375 95 01.
E-Mail: info@vsud.ch
Internet: www.vsud.ch
VSUD-Repräsentanzen in Berlin und Frankfurt.



Konferenzen/Tagungen Deutschland ist eine der wichtigsten Kongressdestinationen. Tagungsstätten bieten modernste Konferenzeinrichtungen. Weitere Informationen auf Anfrage beim German Convention Bureau (GCB), dem die führenden deutschen Kongressstädte sowie Hotels, Kongresszentren, Verkehrsträger, Reiseveranstalter, Verkehrsvereine und Messegesellschaften in allen 16 Bundesländern angehören.

GCB German Convention Bureau e.V.
Münchener Straße 48, D-60329 Frankfurt/M
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