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Peru
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TravelWarnings
Perú
TravelWarnings Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 27.07.2006
Aktueller Hinweis:

In Peru kommt es landesweit immer wieder zu Protestaktionen und Ausschreitungen, die z. T. gewalttätig sind und bisweilen zu längeren Straßenblockaden führen können. Des Weiteren ist derzeit in einigen Landesteilen (Provinzen) aufgrund der dort vereinzelt noch aktiven Terrorgruppe Sendero Luminoso der Ausnahmezustand verhängt, wodurch nicht nur die Reisefreiheit eingeschränkt ist, sondern auch ein erhöhtes Sicherheitsrisiko besteht. Reisende sollten in Peru die Nachrichten verfolgen und ihre Reiseplanung entsprechend anpassen, wobei die Provinzen im Ausnahmezustand gemieden werden sollten.

Aktuelle Situation Ausnahmezustand Peru (seit 05/ 2004):

Departement Ayacucho: Provinzen Huanta und La Mar,

Departement Huancavelica: Provinz Tayacaja,

Departement Cusco: Provinz La Convención,

Departement Junín: Provinzen Satipo, Concepción (nur Distrikt Andamarca) und Huancayo (nur Distrikt Santo Domingo de Acobamba),

zusätzlich seit 12/2005:

Departement Huánuco: Provinzen Marañon, Huaycaybamba, Leoncio Prado, Huamalíes,

Departement San Martin: Provinz Tocache,

Departement Ucayali: Provinz Padre Abad.

Im Übrigen gilt generell:

Peru liegt, was die Kriminalität betrifft, im lateinamerikanischen Mittelfeld. Das schließt für Touristen das Risiko ein, Opfer von Diebstählen oder Überfällen zu werden. Auch Entführungen sind nicht völlig auszuschließen. Man sollte daher immer aufmerksam und möglichst nicht allein unterwegs sein. Es wird empfohlen, Elendsviertel in Großstädten nicht aufzusuchen und wegen der Verkehrsrisiken auf nächtliche Überlandsfahrten zu verzichten. Achten Sie bei der Wahl der Unterkunft auf Sicherheitsaspekte (Nachtwächter, Hotelsafe, Zimmertelefon).

Besondere Vorsicht ist angebracht vor Drogenkriminalität. Rauschgiftdelikte werden mit langjährigen Haftstrafen geahndet; die Haftbedingungen in peruanischen Gefängnissen entsprechen nicht europäischem Standard. Mitnahme bzw. Transport von Gegenständen für Dritte ohne Kenntnis des Inhalts kann daher verhängnisvolle Folgen haben. Lassen Sie schon aus diesem Grund Ihr Gepäck nie unbeaufsichtigt und seien Sie vorsichtig bei Personen, die während Ihrer Reise Ihr Vertrauen erwecken wollen.

Auf der Panamericana (Hauptverbindung Nord - Süd) wird seit einigen Monaten ein Anstieg der Überfälle auf Überlandbusse registriert (teilweise unter Anwendung von Gewalt). Wenn sich Nachtfahrten nicht vermeiden lassen, sollten jedenfalls nur die großen und bekannten Buslinien in Anspruch genommen werden, die relative Sicherheit bieten. Auf keinen Fall sollte man bei Überfällen Gegenwehr leisten oder die Täter provozieren.

Hinweise zu den Hauptreisezielen in Peru:

Die Städte und Sehenswürdigkeiten entlang der Küste können mit den beschriebenen Einschränkungen mit privaten Pkws oder öffentlichen Verkehrsmitteln bereist werden. Dies gilt auch für einen „Abstecher“ in das Hochland nach Cajamarca, Huarás (Callejón de Huaylas) Chanchamayo und Arequipa, einschl. Cañon de Colca sowie die Weiterfahrt nach Puno. Mit etwas mehr Risiko verbunden sind die Landstraßen nach Huánuco, Huancayo und Ayacucho. Auf keinen Fall sollte man von Huánuco aus die Strecke Tingo Maria - Tocache nach Tarapoto bzw. nach Pucallpa benutzen. Dort ist die Gefahr für Überlandreisende derzeit besonders hoch.

In Lima wird zu besonderer Vorsicht abends in der Innenstadt geraten. Auf Märkten und in Busstationen sind Diebstähle häufig. Besonders die Pueblos Jovenes (Armenviertel) in den Randgebieten stellen ein erhebliches Risiko dar.

Cuzco ist im Vergleich zu den letzten Jahren sicherer geworden. 2004 wurde ein digitales Video-Überwachungssystem rund um die Plaza de Armas installiert, um kriminellen Handlungen vorzubeugen. Es wird dennoch davor abgeraten, nachts allein zu Fuß durch die Stadt, insbesondere durch kleine Nebengassen zu gehen.

In Cuzco und Arequipa empfiehlt es sich, ausschließlich registrierte Taxen zu nehmen bzw. sich ein Taxi eines sicheren Unternehmens durch das Hotel oder Restaurant rufen zu lassen, da Taxiüberfälle dort in letzter Zeit zugenommen haben. Die Benutzung von so genannten „Tico- Taxis“ sollte vermieden werden. Bei Auto- und Taxifahrten sollten alle Türen von innen verriegelt werden, um das Hinzusteigen fremder Personen zu verhindern.

Seit einigen Wochen verzeichnet der Vulkan Ubinas in der Provinz Moquegua erhöhte Aktivität. Die 70 km entfernte Stadt Arequipa ist nicht betroffen.

Die Anreise nach Iquitos sollte mit dem Flugzeug stattfinden; von Reisen mit Schiffen von Pucallpa oder Yurimaguas wird wegen schlechter hygienischer Zustände an Bord und schlechter Verpflegung abgeraten. In Iquitos sollten Ausflüge in den Urwald grundsätzlich nur bei offiziellen Agenturen gebucht werden, nicht bei informellen Anbietern auf der Straße.

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